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Neu:

Die Homepage füllt sich mit Musik. Auf der Seite "Live 2019" könnt ihr einen Eindruck von unserem Konzert am 21. Juni 2019 bekommen... Lohnt sich...

 

 


NEWS April 2019: Zwei Termine stehen fest:

25.5.2019 Ladies' Night in der FeG Homburg (Wir spielen nur ein 5-Song-Miniset)

21.6.2019 Album Release Party mit Überraschungen...



Neues Album [Babylon] 2019 (Release Juni)

 WOOD [Babylon] und die kreative Kraft der Sprachverwirrung

 Ein Album wie [Babylon] ist aus marketingtechnischer Sicht ein scheinbar schwieriger Fall. Deutsche und englische Titel auf einem Singer-Songwriter Album? Klingt verstärkt nach fehlender Konsequenz oder Unentschlossenheit. In Zeiten von „America first“ und bornierter Nationalismen ist das babylonische Sprachengewirr aber schon wieder ein Statement, denn es gibt viel mehr Verbindendes als Trennendes. 

[Babylon] ist organische, handgemachte und detailfreudig produzierte Musik, die Genregrenzen bewusst austestet und von Folk und Americana („Lavendel“, „Stop the routine“, „The Ship is ready to leave“, „Walk with me“) über Indiepop („This is our house“, “Metaphors“) bis hin zu Rootsrock/Rock&Roll („In diesem Haus“, „Kyrie“) vieles miteinander in Beziehung setzt. Jenseits der Clichés beginnt die Welt von WOOD, da lauern Mandolinen ebenso wie Tremolo Gitarren, breite Pop-Pianos und schmutzig kraechzende Orgelsounds hinter der nächsten Ecke, um den nächsten ahnungslosen Hörer akustisch zu überfallen. Nicht das Konservieren der reinen Tradition, nicht das stilechte (Auf-)Bewahren der Asche, sondern das Nutzen der alten Glut für neues Feuer ist die Maxime.  

Die beteiligten Gastmusiker sind definitiv mehr als Farbtupfer, besonders Simon Kretschmer ist seit Jahren an dem höchst anspruchsvollen und kreativen Prozess des „Live-Downsizing“ der Songs auf Gitarre und Piano beteiligt.

Die Songs sind im weitesten Sinne cinematographisch. Sie eröffnen neue Blickwinkel auf die große Weite des Lebens („Meer sehen“, „Dein guter Wind“), Seitenblicke auf Um- und Abwege (Suchen und Sucht „You won‘t get me down“, Neuorientierung „Life before death“), Tiefe im scheinbar Trivialen („What's your name?“, „Neongedichte“), spirituelle Momente („Freund der Hoffnunglosen“, „Metaphors“, „Kyrie“, „Walk with me“) oder die flirrende Schönheit des sommerlich-bukolischen Moments („Lavendel“). Tatsächlich muss man manche Lieder „mit den Augen hören“, um das Eigentliche zu erkennen. 

Während einige Songs aus der Intimität des Goldsucher-Holzhauses zerbrechlich herüberwehen, klingen andere großräumiger, „nach hoher Decke“ und „elektrifizierter“ also nach der opulenten, glitzernden, verspielten Pop-Bühne…

 

Urbanisierte Americana-Musik mit europäischer Attitüde jenseits von America(na) first? Am Besten selber hören. In diesem Sinne viel Spaß bei der „Hausmusik“.